Kunde hat nur eine produktive Dolibarr-Instanz. Testansatz angepasst: rechtebeschraenkter API-Key, Test ueber Entwurfs-Rechnungen gegen einen dedizierten Test-Kunden statt Sandbox-Vorabtest.
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Preis- und Abrechnungslogik
Stand: 2026-07-16
Geplante Architektur (mit dem Kunden abgestimmt): Stripe Billing für den Zahlungseinzug, bestehendes Dolibarr für Rechnungsstellung/Buchhaltung. Kein eigenes Rechnungssystem, kein zusätzliches ERP nur für Kaffeeliste – siehe Begründung unten.
Warum diese Aufteilung
Drei getrennte Probleme:
- Rechnung erzeugen – löst Dolibarr (bereits im Einsatz für ein anderes Business des Kunden), fortlaufend nummeriert, GoBD-konform.
- Geld tatsächlich einziehen – der eigentlich schwierige Teil (wiederkehrende Belastung, Fehlschlag-Wiederholung, Zahlungsmittel- Verwaltung). Weder ein selbstgebautes System noch Dolibarr allein lösen das; ein Zahlungsanbieter mit Abo-Logik schon.
- Tarif-/Nutzungsstand verwalten – das übernimmt Kaffeeliste selbst, da die Teilnehmerzahl je Mandant ohnehin schon vorhanden ist.
Empfehlung: Stripe Billing statt Mollie, weil eine echte Abo-Logik mit automatischem Stufenwechsel gebraucht wird (Stripes Billing-Produkt ist dafür ausgereifter als Mollies Subscriptions-API); Mollie ist bei SEPA-Lastschrift günstiger, aber weniger auf SaaS-Abos zugeschnitten.
Phase 1: Datenmodell und Tariflogik (umgesetzt, keine externen Zugänge nötig)
Umgesetzte Dateien:
database/migrations/0014_saas_tenant_billing.sql
app/billing.php
app/saas-auth.php (Init bei Registrierung)
mandant-einstellungen.php (Anzeige "Abo & Tarif")
app/platform-admin.php, backoffice.php (Tarif-Spalte im Back-Office)
- Neue Tabelle
tenant_billing:plan_code,subscription_status,stripe_customer_id,stripe_subscription_id,current_period_end,dolibarr_thirdparty_id(letztere beide vorbereitet für Phase 2/3, noch ungenutzt). billing_plans()ist die einzige Quelle für die Tarifstufen (free/basic/plus/pro/enterprise), synchron mit den Preisen aufpreise.php.billing_required_plan_code()errechnet anhand der aktiven Teilnehmerzahl die günstigste ausreichende Stufe.billing_check_tenant()vergleicht gebuchten mit benötigtem Tarif; rein informativ – kein Enforcement, kein Sperren bei Überschreitung. Solange Stripe nicht angebunden ist, wird bei Bedarf manuell umgestellt (Hinweistext verweist auf Kontakt per E-Mail).- Neue Mandanten starten automatisch mit
plan_code = 'free'. - Owner/Admin sehen ihren aktuellen Tarif und die aktive Teilnehmerzahl
unter „Abo & Tarif" auf
mandant-einstellungen.php; bei Bedarf einer höheren Stufe erscheint ein Hinweis. - Das Back-Office (
backoffice.php) zeigt zusätzlich zur Mandantenliste den gebuchten Tarif und, falls abweichend, den tatsächlich benötigten Tarif – der Betreiber sieht auf einen Blick, wer manuell hochgestuft werden müsste.
Live getestet: Tarifgrenzen-Berechnung (10/25/50/150) mit einem Mandanten knapp unter und einem mit 12 Teilnehmern (über dem Freikontingent, korrekt als „basic" erkannt) geprüft; UI-Anzeige in Mandant-Einstellungen und Back-Office live verifiziert. Alle bestehenden M8-Isolationstests und der Rollen-Matrix-Test bleiben unverändert grün.
Phase 2: Stripe-Anbindung (umgesetzt)
Umgesetzte Dateien:
app/stripe.php
app/billing.php (Stripe-Preis-Auflösung ergänzt)
abo-upgrade.php
abo-portal.php
stripe-webhook.php
mandant-einstellungen.php (Upgrade-/Portal-Buttons)
app/stripe.php: minimaler REST-Client für die Stripe-API auf Basis von PHP-Streams (file_get_contents+stream_context_create), kein vendortes SDK und kein composer.json nötig – diese PHP-Installation hat ohnehin keine curl-Extension, Streams sind portabler.- Für jeden bezahlten Tarif (
basic/plus/pro) wurde per API ein Stripe-Produkt mit monatlichem Preis angelegt, referenziert über einen stabilenlookup_key(kaffeeliste_basic/_plus/_pro) statt einer hartcodierten Price-ID –stripe_find_or_create_price()ist idempotent, ein erneuter Aufruf legt nichts doppelt an. abo-upgrade.php: erstellt eine Stripe-Checkout-Session (Modussubscription) für den vom Kunden gewählten Tarif und leitet dorthin weiter.tenant_id/plan_codewerden sowohl auf der Checkout-Session als auch auf der Subscription selbst als Metadaten gesetzt, damit spätere Subscription-Events (die kein Checkout-Session-Objekt mehr enthalten) trotzdem einem Mandanten zugeordnet werden können.abo-portal.php: öffnet das Stripe Customer Portal für den bestehenden Stripe-Kunden (Zahlungsmittel ändern, Abo kündigen) – Self-Service ohne eigene UI dafür.stripe-webhook.php: verifiziert dieStripe-Signaturenach dem von Stripe dokumentierten HMAC-SHA256-Schema (inklusive Zeitstempel-Toleranz gegen Replay), verarbeitetcheckout.session.completed,customer.subscription.updated/.deleted,invoice.paid/.payment_failedund hälttenant_billingaktuell. Bewusst keinapp_require_csrf()/saas_require_login()(Stripe ruft unauthentifiziert von außen auf), stattdessen ausschließlich die Signaturprüfung als Echtheitsnachweis.mandant-einstellungen.php: zeigt bei Bedarf einen echten „Jetzt upgraden"-Button (führt zu Stripe Checkout) sowie, sobald ein Stripe-Kunde existiert, „Zahlungsmethode verwalten / Abo kündigen" (führt zum Customer Portal).
Noch nicht umgesetzt: automatischer Stufenwechsel bei wachsender
Teilnehmerzahl (aktuell muss der Kunde selbst erneut auf „Upgraden"
klicken, wenn billing_check_tenant() einen höheren Bedarf anzeigt).
Live getestet (Testmodus, kein echtes Geld)
- Checkout-Session-Erstellung direkt über die API sowie über den vollen
Seiten-Flow (Login → Mandant-Einstellungen zeigt Upgrade-Button bei 13
Teilnehmern → Klick → echter 302-Redirect zu einer
checkout.stripe.com-URL). - Webhook-Verarbeitung durch selbst erzeugte, korrekt signierte
Test-Ereignisse (da diese Dev-Umgebung keine öffentlich erreichbare URL
für echte Stripe-Zustellung hat):
checkout.session.completedsetzttenant_billingkorrekt (Tarif, Status, Stripe-IDs) und wird im Mandanten-Audit-Log protokolliert;customer.subscription.deletedsetzt den Mandanten korrekt auffree/canceledzurück. - Signaturprüfung: eine Anfrage mit falscher Signatur wird korrekt mit
400abgelehnt. - Customer Portal: mit einem echten, per API angelegten Stripe-Test-Kunden
liefert
abo-portal.phpeinen echten 302-Redirect zubilling.stripe.com. - Alle bestehenden Regressionstests (Golden Master, M8-Isolation, M8-Rollenmatrix, HTTP-Smoke mit 36 Seiten) weiterhin grün.
- Alle Testdaten (Stripe-Testobjekte kosten nichts und wurden im Stripe-Testmodus belassen; lokale DB-Testdaten wurden entfernt) aufgeräumt.
Für den Produktivbetrieb noch zu tun
- Echten Webhook-Endpunkt im Stripe-Dashboard (oder per API) auf die
produktive Domain (
https://app.kaffeeliste.de/stripe-webhook.php) eintragen und das dortige Signing-Secret alsSTRIPE_WEBHOOK_SECREThinterlegen – das aktuelle Secret ist nur ein lokal erzeugter Platzhalter für die Simulation in dieser Dev-Umgebung. - Von Test- auf Live-API-Keys wechseln, sobald ein echter Stripe-Account mit Bankverbindung eingerichtet ist.
Phase 3: Dolibarr-Anbindung (noch offen)
Korrektur (2026-07-16): Der Kunde betreibt nur eine einzige Dolibarr-Instanz, und das ist die produktive für sein anderes Business – keine separate Sandbox verfügbar. Der ursprüngliche Plan „erst gegen Sandbox testen" ist damit hinfällig; stattdessen wird sicher innerhalb der einen produktiven Instanz getestet:
- Eigener, rechtebeschränkter API-Key: Der Kunde legt einen dedizierten Dolibarr-Benutzer/API-Key nur mit den für die Integration nötigen Rechten an (Thirdparty + Invoice lesen/erstellen), statt seinen bestehenden Admin-Key zu nutzen. Begrenzt den Schaden, falls der Key je kompromittiert wird.
- Test nur über Entwurfs-Rechnungen (Draft): Dolibarr-Rechnungen im Entwurfsstatus haben noch keine fortlaufende, GoBD-relevante Rechnungsnummer und lassen sich rückstandsfrei löschen. Die Integration wird gegen einen eindeutig benannten Test-Kunden (z. B. „TEST – Kaffeeliste Integration") getestet; die dabei erzeugte Entwurfs-Rechnung wird nicht validiert, sondern nach Prüfung der Feldinhalte über die API wieder gelöscht.
- Erst wenn dieser Test erfolgreich war, wird der Live-Betrieb
freigeschaltet (echte Stripe-
invoice.paid-Events lösen dann echte Rechnungserstellung bei echten Kunden aus).
Geplanter Umfang der Anbindung selbst bleibt unverändert:
- Bei jedem erfolgreichen Stripe-Zahlungsereignis (
invoice.paid) über die Dolibarr-REST-API eine Rechnung im bestehenden Dolibarr des Kunden anlegen (dolibarr_thirdparty_idverknüpft den Mandanten mit dem Dolibarr-Kunden). - Stripe bleibt alleiniger Zahlungsweg; Dolibarr wird nur als Buchhaltungs- Spiegel befüllt, nicht selbst zum Auslösen von Zahlungen verwendet.
Offen, bevor programmiert werden kann:
- Dolibarr-Basis-URL und der neue, rechtebeschränkte API-Key.
- Dolibarr-Version (API-Feldnamen unterscheiden sich leicht je Version).
- Ob pro Kaffeeliste-Tarif ein eigenes Dolibarr-Produkt angelegt wird oder eine einzelne generische Rechnungsposition mit Freitext- Beschreibung + Betrag aus Stripe genügt.